Wie viel Schlaf ist normal?

Jeder Mensch ist anders – und auch das Schlafverhalten unterscheidet sich. Gleichwohl haben wir alle ein genetisch verankertes Wissen über Zeiträume entwickelt. Und sind auch heute noch auf den regelmäßigen Wechsel von Wach- und Schlafphasen programmiert. Zu wenig Schlaf macht krank, kann Depressionen auslösen und stört unser Wohlbefinden empfindlich.

Von „Lerchen“ und „Eulen“

Unser Tag-Wach-Rhythmus ist genetisch bedingt. Aber es gibt Unterschiede: Manche Menschen folgen einem Zyklus von unter 24 Stunden, andere liegen deutlich drüber. Die Chronotypen können nach ihrem Schlafgewohnheiten unterschieden werden. Die sogenannte „Lerchen“ sind schon frühmorgens putzmunter; die „Eulen“ brauchen dagegen einige Zeit, um sich mit einem neuen Tag anzufreunden.

Auch das Lebensalter hat Einfluss auf das Schlafbedürfnis. So schlafen Säuglinge und Kleinkinder nur wenige Stunden durch. Ab einem Alter von zwei Jahren entwickeln Kinder dann schon ausgeprägte Schlaf-Wach-Phasen. Im Teenageralter verschiebt sich das Schlafverhalten deutlich, weshalb Jugendliche häufig im „sozialen Jetlag“ sind.

Die National Health Foundation hat sich damit beschäftigt, wie viel Schlaf Kinder im Durchschnitt brauchen (siehe Grafik). Diese Werte können für Eltern von autistischen Kindern und Jugendlichen als Anhaltspunkte dienen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Kinder mit Autismus häufig weniger Schlaf benötigen – und es deshalb auch wenig hilft, sie früh zu Bett zu schicken, um „mehr Schlaf zu bekommen.“ Das kann das Einschlafen zusätzlich erschweren.

Wieviel Schlaf ist genug?